Die Sterne im April, Mai und Juni 2010
Am 26. Juni 2010 ereignet sich eine Mondfinsternis mit außergewöhnlichen Planetenaspekten. Wir dürfen sie wie ein Zeitfenster in die Zukunft betrachten. Vieles, was sich während der Monate davor und danach in der Welt ereignet, wird uns noch lange beschäftigen. Sie findet zu Mittag (MET/S 13:30 Uhr) und daher unter dem Horizont statt und wird in Europa nicht sichtbar sein. Zu sehen ist sie im Pazifik und auf den angrenzenden Kontinenten. Die Verdunkelung des Mondes symbolisiert eine Wende in persönlichen und auch gesellschaftlichen Bereichen, die natürlich nicht exakt am 26. Juni zu Mittag eintritt. Die Wirkung einer Finsternis, an der so viele Planeten beteiligt sind, setzt schon monatelang vor ihrem tatsächlichen Erscheinen ein und kann über Jahre anhalten.
Abb. 1
Der revolutionäre Uranus und der grenzüberschreitende Jupiter treffen auf den pessimistischen, konservativen Saturn und auf Pluto, der bestehende Machtstrukturen auf Biegen und Brechen verteidigt. Auch auf der seelischen Ebene finden wir den Kampf zwischen Alt und Neu. Wir sehnen uns nach mehr Freiheit und Leichtigkeit und müssen immer wieder erkennen, dass wir uns durch tief sitzende Ängste, übertriebene Schuldgefühle und festgefahrene Gewohnheiten selber im Weg stehen. Auch wenn wir wissen, dass es an uns selbst liegt, wenn wir uns blockiert und eingeschränkt fühlen, schaffen wir es oft nicht, unsere Lebensweise zu verändern. Während Saturn und Pluto die zähen Kräfte symbolisieren, die uns lähmen und einschränken, lassen uns Uranus und Jupiter auf Befreiung hoffen. Jeder, der sich nun darum bemüht, seinem Leben eine sinnvollere, lebendigere und kreativere Richtung zu geben, hat die Chance, es endlich zu schaffen. Wir können Ballast abwerfen und über den eigenen Schatten springen. Leider sind diese schönen Aussichten mit zwei Nachteilen behaftet:
- Der Tag der Sonnenfinsternis reicht nicht aus, um sich selbst oder seine Lebensweise zu verändern. Die Entwicklung zum Besseren dauert lange und erfolgt in vielen kleinen Schritten. Zwischendurch kann es Stagnationen und Rückfälle in alte Zeiten geben. Menschen mit einer feinen Wahrnehmung der Zeitqualität spüren die neue Dynamik bereits. Es wird einige Jahre dauern, bis Sie das Neue völlig in Ihr Leben integriert haben.
- Es wird uns nichts geschenkt. Es wird nicht so sein, dass am Tag der Finsternis ein riesiges Füllhorn mit Glück über uns ausgeschüttet wird, sondern wir werden selber dafür sorgen müssen, dass sich manches in unserem Leben zum Besseren wendet. Damit wir die befreienden und glückverheißenden Energien von Uranus und Jupiter nutzen können, müssen wir unsere Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen überdenken und ordnen. Beantworten Sie folgende Fragen:
- Womit wollen Sie abschließen, welche Last wollen Sie nicht mehr tragen?
- Welche äußeren Umstände haben Sie bisher daran gehindert, diese Last abzuschütteln? Was passiert, wenn Sie etwas, das Sie nicht mehr machen wollen, einfach nicht mehr tun? Welche konkreten Nachteile sind mit diesem Schritt verbunden? Welche Vorteile hatte die bisherige Situation, obwohl sie Sie unzufrieden macht? Wenn das Beenden einer belastenden Angelegenheit existenzielle Sorgen mit sich bringt, ist zu überdenken, ob ein radikaler Schritt nicht mehr neue Probleme als Erleichterungen mit sich bringt. Oft liegt es nicht an den äußeren Umständen, dass man unglücklich ist, sondern an den eigenen Einstellungen. Man muss nicht gleich einen gut bezahlten Job kündigen, wenn es auch genügt, sich dominanten Mitarbeitern gegenüber besser durchzusetzen, den tyrannischen Vorgesetzten weniger ernst zu nehmen, seine Zeit besser einzuteilen, weniger oder mehr Ehrgeiz zu entwickeln, etc. Andererseits ist der Gewinn an Freiheit immer mit dem Aufgeben einer Sicherheit oder Bequemlichkeit verbunden. Vielleicht ist ein kompromissloses Ende nötig, um eine festgefahrene Situation zu verändern. In so einem Fall muss eine klare Entscheidung getroffen werden: Damit das Neue Platz hat, muss das Alte weichen, nicht nur mit seinen Nachteilen, auch die Vorteile des Alten gehen damit verloren!
- Welche Ihrer Eigenschaften oder Prinzipien haben bisher bewirkt, dass Sie eine schwierige und belastende Angelegenheit nicht beenden konnten? Welchen persönlichen Gewinn haben Sie sich erhofft? Meistens erhofft man sich für das Übernehmen einer Last so etwas wie Liebe, Akzeptanz, Zugehörigkeit oder Wertschätzung. Im Normalfall geht diese Rechnung nicht auf: Man lässt sich ausnutzen und wird erst recht nicht ernst genommen. Oft verausgabt man sich, weil man etwas besser machen möchte als die anderen, weil man nicht so sein möchte, wie Mutter, Vater oder überhaupt alle anderen Menschen. Leider sind die inneren Zwänge viel schwerer zu erkennen als die äußeren und man sieht sie auch bei seinen Mitmenschen deutlicher als bei sich selbst. Vielleicht haben Sie sich aber auch ein hohes und ehrgeiziges Ziel gesetzt und müssen nun nach langen vergeblichen Anstrengungen einsehen, dass Ihr Ziel nicht realisierbar ist.
- Wie sieht die Vision von Ihrem besseren, neuen Leben aus? Überlegen Sie nicht, was Sie sich von Ihrem Chef, von der Partnerin bzw. vom Partner, von den Kindern oder den Eltern erwarten, sondern was Sie selbst anders machen wollen! Stellen Sie sich Ihren Alltag vor und planen Sie das Neue ein. Wann und wo wollen Sie das Neue in Ihrem Tagesablauf unterbringen? Was wollen Sie dafür weglassen? Bringt das Neue zusätzliche Belastungen und Sorgen oder wird Ihr Leben dadurch einfacher? Nur, wenn das Neue Ihr Leben freier und unbeschwerter macht, sind Sie auf dem richtigen Weg. Wenn alles noch schwerer wird, haben Sie sich ein falsches Ziel gesetzt oder zu wenig Altlasten beseitigt.
Einige Geburtsjahrgänge spüren die derzeitige Aufbruchsstimmung besonders stark und haben den Wunsch, ihr Leben völlig umzukrempeln:
- 1964 bis 1968
- 1982, 1983
- 1988
Auch die Tierkreiszeichen Widder, Krebs, Waage und Steinbock dürften den Wunsch nach Veränderung stärker spüren als andere. Die Widdergeborenen lassen die Vergangenheit am leichtesten zurück und stürzen sich voller Begeisterung in neue Abenteuer. Die Steinböcke und Krebse stehen der ungewissen Zukunft skeptisch gegenüber und verlassen das Gewohnte und Vertraute nur ungern. Die Waage begegnet dem Neuen flexibel und offen, sie entscheidet mit Vernunft und geht kein unnötiges Risiko ein.
Das Horoskop wurde mit der Astrologie-Software Sarastro erstellt.