Von vielen Astrologiezeitschriften und aus den Medien erfahren wir, dass wir zurzeit mit furchterregenden Konstellationen zu rechnen haben. Am 21.12.2012 wird überhaupt der Weltuntergang erwartet, angekündigt durch den Maya-Kalender, im frohen Verein mit Nostradamus & Co. Liebe Leser, lassen Sie sich von dieser Panik nicht beirren! Bewahren Sie Ihre Kritikfähigkeit und Ihren Hausverstand! Schon immer hat die Menschheit auf Neues angstvoll reagiert. Denken wir nur an die Sonnenfinsternis vom August 1999! Manche Zeitgenossen haben sich davor unterirdische Bunker gebaut und diese mit allem ausgestattet, was man zum Überleben braucht, in der sicheren Überzeugung, die Welt würde untergehen. Jede Menge Prophezeiungen und vor allem Nostradamus wurden als sichere Quelle dafür angegeben. Das Neue bestand 1999 schlicht im Übergang unseres Kalenders in ein neues Jahrtausend. Auch die Geburt des Jahres 1000 wurde von derartigen Wehen begleitet, auch damals befürchtete man die apokalyptische Katastrophe.
Es steht fest, und zwar mit und ohne Astrologie, dass sich die Welt verändern muss. Viele Probleme warten dringend auf eine Lösung, damit unsere Nachkommen noch einen bewohnbaren Planeten vorfinden. Wir sind Zeugen eines großen weltweiten Wachstumsschrittes, der sicher Probleme mit sich bringt, aber nicht zur globalen Zerstörung führen wird. Das derzeitige Quadrat zwischen Pluto und Saturn (Oktober 2009 bis September 2010) begegnet uns in Form von Erdbeben, Vulkanausbrüchen und wirtschaftlichen Problemen und macht uns die Grenzen des Menschen bewusst. Das darauf folgende Quadrat zwischen Uranus und Pluto (2012 bis 2015) wird neue Möglichkeiten eröffnen und steht nun als große Unbekannte vor uns. Wir wissen nicht, was uns erwartet: Werden großartige Erfindungen unser Energieproblem lösen? Werden Kriege die Welt zerstören? Wird die Erde durch den Klimawandel immer ungemütlicher? Das Unbekannte, das in der Zukunft liegt, erzeugt eine kollektive Furcht, denn unser Unbewusstes spürt die kommenden Veränderungen intuitiv. Die Angst entsteht, weil wir diese unbestimmte Ahnung nicht einordnen und verstehen können. Furcht und Angst sind schlechte Ratgeber, im persönlichen Leben genauso wie im Kollektiv. Sie blockieren, machen blind und wehrlos.
Genährt werden kollektive Ängste durch die Unheilsbotschaften sogenannter „Propheten“. Zwischen echten und selbsternannten Propheten zu unterscheiden fällt schwer. Durch dumme und abergläubische Äußerungen mancher Zeitgenossen fällt der Schatten der Lächerlichkeit leider auch auf Menschen, die auf Grund ihrer Weisheit viel zu sagen hätten. Es ist eine wichtige Aufgabe der Astrologie, vor zukünftigen Gefahren zu warnen. Dadurch kann man sich vorbereiten, ausweichen oder schützende Maßnahmen treffen. Ein Problem kann vermieden werden, noch ehe es überhaupt da ist. Astrologische Voraussagen, die uns helfen, Chancen zu nutzen und einen Schaden zu vermeiden, machen Sinn. Prophezeiungen von Unglück ohne Hinweise, wie man der Zerstörung entgehen kann, sind verantwortungslos, schädlich und völlig sinnlos.
Am besten betrachtet man den „Weltuntergang“ symbolisch. Im persönlichen Leben kann man sich fragen, was passieren muss, damit die eigene, individuelle Welt zusammenbricht oder „untergeht“. Geht sie unter, wenn man verlassen wird, wenn man berufliche Probleme hat oder wenn der Computer nicht funktioniert? Man erlebt unzählige kleine und große Untergänge, und fast immer geht das Leben nach so einem Untergang doch weiter, auch wenn man sich das vorher nicht so recht vorstellen kann.